Die Harmonie ist trügerisch, wenn das Trio von "Ganz schön feist" mit geschmeidigen Latino-Pop- oder Blues-Rhythmen das Publikum umgarnt. Spätestens nach der ersten heftigen Pointe, mit nahezu britischem Understatement vorgetragen, wird klar, dass die Band um Frontmann Mathias Zeh chronisch ironisch veranlagt ist. Ihren Wortwitz untermalt gekonnt die vielseitige, hitträchtige Musik: von A-cappella-Nummern bis hin zu Afro und Hip-Hop mit Percussion, Gitarre und Mandoline. Überraschend ins Absurde kippende Texte über das Leben an sich, gegen den Strich gekämmt und hintersinnig, mal bissig, mal sanft: Schenkelklopfer kann das Publikum von den "Feisten", die für sich selbst das Genre "Popacappellacomedy" aufgemacht haben, nicht erwarten. Ein Dauergrinsen wird der subtile Humor der drei mehrfach ausgezeichneten Göttinger jedoch auf so manches Gesicht zaubern. Ohrwürmer inklusive.