"Im Lauf von drei Jahrzehnten hat er einen unverwechselbaren Stil entwickelt, ist vom Liedermacher-Archetyp Dylanscher Prägung zum mundartistischen Poeten gereift, der mit einer breiten Palette stilistischer und emotionaler Ausdrucksmittel spielt. Künstlerisch eher Vorreiter als Rückspiegler, beeinflußt von Folk, Blues, Jazz und Kirchenchorälen sorgt Felder auf sieben Instrumenten für musikalische Vielfalt. Neben Gitarre, Mundharmonika, Klavier und Trommel entlockt er dem 38-saitigen Monochord schwebende Sphärenklänge, fetzt rasende Läufe aus der Drehleier, läßt sie jubeln und stöhnen, röhrt in seine Posaune und läßt beide zusammen klingen wie eine Heerschar von Walen. Felder stößt Fenster in neue Sprachlandschaften auf, eröffnet ungewohnte Sichtweisen und Hörwelten. Aus scheinbar Sinnlosem rinnen Sinnsale, aus Stillstand wird Bewegnung." schrieb die Hohenloher Zeitung über Thomas Felder.
Und Gerd Schinkel vom WDR schrieb dieses: "Die künstlerische Kraft dieses süddeutschen Dichter/Sängers ist so kompakt, dass sich niemand seiner Faszination entziehen kann. Und wer sich ihr nicht aussetzt, verpasst etwas. Er kann beides locker mit links: Die Lachbedürfnisse befriedigen und so zur Entspannung beitragen, die den Ernst des Alltags vergessen lässt. Und gleich darauf genau da packen und durchschütteln, wo es weh tut, wo das Gewissen sitzt und grummelt, weil jemand klarer Position bezieht, als man selbst. Er ist humorig, aber nicht plump und nie brachial, weder im Witz, noch in seiner Unerbittlichkeit, seinen Zuhörern und -schauern den Spiegel vorzuhalten."
Am Sonntag, 02.04.2006, 11.00 Uhr, findet in der Wilhelm-Zimmermann-Gedenkstätte, 72581 Dettingen an der Erms, Milchgasse 6, eine Veranstaltung zum 40. Todestag des Liedermachers und Volkssängers Peter Rohland statt. Titel der Veranstaltung: „Peter Rohland und seine Lieder“ Der Veranstalter, Günter Randecker, hat dazu Eckard Holler, den Biografen von Peter Rohland, und Ingrid Thörner, die Schwester von Peter Rohland, eingeladen. Die Veranstaltung wird von dem Reutlinger Liedermacher Thomas Felder musikalisch umrahmt. Unter dem Titel „Peter Rohland – Volkssänger zwischen bündischer Jugend und deutschem Folksrevival“ erschien im April 2005 im Verlag der Jugendbewegung eine Peter-Rohland- Biografie, die auf 64 Seiten seinen Werdegang als Sänger und Singemeister des Jugendbundes „Schwäbische Jungenschaft“ bis zu seiner Rolle als Initiator, Mitveranstalter und Künstler des Waldeck-Festivals im Hunsrück im Jahr 1964 und 1965 nachzeichnet. (puls 24/ April 2005, Verlag der Jugendbewegung, Postfach 500219, 79100 Freiburg, verlag@jugendbewegung.de, Preis: 7, 50 Euro, Best.Nr. 684)
Die BRF - Liedernacht wird seit 1986 einmal jährlich vom Belgischen Rundfunk in Eupen veranstaltet. Die Chronik der über 50 Künstler, die dort bisher gastierten, liest sich wie ein "Who is Who" der deutschsprachigen Liederszene:
Vor 40 Jahren fand zum erstenmal das mittlerweile legendäre Festival auf der Burg Waldeck statt: Und es war diesmal wirklich ein magisches Familientreffen, das Wetter spielte mit, die Kids von der Burg und alle anderen, die mitgeholfen haben, uns Gäste zu bewirten, haben einen fantastischen Job abgeliefert, den man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Von den Kollegen, die da waren, möchte ich besonders Klaus den Geiger mit seinem jungen Kompagnon herausheben, der mit seiner Herzlichkeit und seinem wundervollen Geigenspiel mit der Sonne um die Wette strahlte und einem dabei die wildesten Anarcho-Songs geigte.