Dass die Grenzgänger und Frank Baier seit Jahren auf
der Liederbestenliste, der Hitparade der Liedermacher zu finden sind,
ist kein Wunder. Wer so ernste, schwere Themen, so gekonnt und
eindringlich interpretiert, gehört zu den großen Ausnahmen im
Musikgeschäft. Es wäre nicht schlecht für unser PISA geschütteltes
Schulsystem würde "1920" den oft drögen Geschichtsunterricht
wenigsten etwas erhellen können. (Deutschland Radio)
Zweimal haben die Avantgarde-Folker "Die Grenzgänger"
schon den Deutschen Schallplattenpreis eingefahren, für
Auswanderer-Lieder und für eine Hoffmann-von-Fallersleben-CD. Für
"1920" wäre er dreifach verdient. Denn das alles ist ohne
jede Oberlehrer-Manier gesungen und hat einen Hauch von gutem altem
Schulfunk, gesungen, versteht sich. Das 68 Seiten pralle Booklet zu
diesem Album weiß jedenfalls mehr zu erzählen als die allermeisten
Schulbücher! (Neue Ruhr Zeitung)
Die dritte CD der Grenzgänger ist wieder ein toller
Renner. Die neue CD hat ein sehr ausgefallenes Thema, ein Thema, das in
Deutschland heute sonst niemand wagt. Aber gerade darum: Wieder eine
Empfehlung für den Bestenpreis. Eine so authentisch aufgearbeitete, mit
einem 68seitigen großartigen Beibuch und musikalisch gibt es sonst hier
fast nicht, nur bei den Grenzgängern. (Folk-Magazin)
Am allermeisten fährt allerdings doch unter die
Haut, wenn der alte Zeitzeuge loslegt, die immer noch kräftige
Staublungenstimme erhebt ("Das war das!") und singend von
damals gefallenen Rotgardisten erzählt. ...Wäre das so aufsässig
weitergegangen damals, und nicht bloß ein paar Tage lang, bis zum
wieder friedlichen Ostern Anfang April, dann hätte das mit dem Hitler
und den Nazis wahrscheinlich nicht geklappt. (Teleschau-Mediendienst
- Genre: Besonderes, Bewertung: Ausgezeichnet)
Das ist ein pures intellektuelles und ästhetisches
Vergnügen, lehrreich und unterhaltsam zugleich. Da gibt es satirische
und sentimentale Töne, Rap und Kampflieder, Schnulzen und Spottverse,
Anklagen und stolze Bilanzen, Bonzenschelte und Klassenbewusstsein (ein
Wort, das aus der Mode gekommen ist wie die Sache selbst - sehr zur
Genugtuung derer, die genau wissen, woher sie ihre Privilegien
beziehen). 68 Seiten ist das Beiheft dick. Es enthält die Liedtexte und
weitere nützliche Informationen. Diese CD gehört in jede
Schulbibliothek! (Titel-Magazin)
Die Bremer Band Grenzgänger, Preisträger der
deutschen Schallplattenkritik, haben sich nun dieses Themas wieder
angenommen und zusammen mit dem Ruhrgebietsoriginal Frank Baier eine CD
produziert, die nicht nur durch viel Liebe und Sorgfalt besticht (das
sehr schöne und informative Booklet hat 68 Seiten), sondern auch durch
eine musikalische Vielfältigkeit, die man im Bereich des eher
altbackenen Arbeiterliedgutes selten antrifft. Überaus erfrischend sind
gerade jene alten Lieder, die nun als Rap daherkommen und keine Spur von
Kitsch oder bemühter Langeweile aufweisen. (Junge Welt)